Tag des Sieges
Ich könnte mich ja rausreden, dass ich am Tag des Sieges zwei Kollegen aus Deutschland “betreuen” musste, die gerade bei uns zu Gast sind, und mich quasi nur deshalb auf den Weg ins Stadtzentrum gemacht habe. Wäre aber gelogen. Ich wollte schon selber mal ein wenig in der Menge baden, vielleicht einen Blick auf die Parade erhaschen und ein bisschen zuschauen, wie die Veteranen ihren Feiertag begehen. Einfach war das nicht - auf den Roten Platz kam man nur mit spezieller Einladung oder Veteranenausweis. Mal wieder ein Volksfest ohne Volk, die Parade konnte man als Otto-Normalbürger nur am Fernseher richtig mitverfolgen. Aber entlang der Tverskaja ulica bis hoch zum Belorusskij vokzal standen viele Leute an der Straße und warteten darauf, dass die Panzer wieder stadtauswärts rollen. Und sie kamen. Mit Gebrumm und Gestank, aber sehr beeindruckend, das muss ich schon sagen. Hier ein paar Bilder vom 9. Mai 2008:
Infos zu den Feierlichkeiten am Tag des Sieges in Kiew und Videos von der ersten (1945) und der gestrigen Siegesparade in Moskau gibt es hier.
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Ich hörte von anschließend anstehenden Straßenreparaturarbeiten in deutlicher Millionenhöhe und davon, dass extra der Moskauer Himmel in den Tagen vorher quasi chemisch von Wolken befreit wurde - ist da was dran?
Der Oberbürgermeister von Moskau hat 1,8 Milliarden Rubel für Straßenreparaturen bereitgestellt, fast 50 Millionen Euro. Damit hätte man den Veteranen schöne Feiertagsgeschenke machen oder was anderes sinnvolles anfangen können…
Das mit der künstlichen Schönwetterbastelei ist auch wahr, das wird relativ häufig vor großen Feiertagen gemacht, Parade im Regen will ja keiner. Dafür werden per Flugzeug die Wolken mit irgendwas Chemischem zerstreut - und danach hat man dann immer zwei Tage lang irgendein völlig undefinierbares Wetter. Diesmal hat der Sonnenschein übrigens auch nur bis mittags gehalten.