auf dem Trockenen

Seit Sonntag haben wir kein Wasser im Haus. Zum Glück gibt es ein Handvoll Brunnen im Ort, wo man Wasser mit einer Pumpe in Kanister füllen kann. Das ist auch ganz sinnvoll, da es immer mal vorkommt, dass das Wasser kurzzeitig wegen irgendwelcher Reparaturarbeiten abgestellt wird. Diesmal ist es aber nicht nur für ein paar Stunden, sondern für einige Tage, und genauer gesagt, ist fast der ganze Ort ohne fließend Wasser. Es scheint sich um eine größere Havarie zu handeln, und wann die beseitigt wird, weiß noch keiner so genau. Wir haben jedenfalls volle Kanister und machen das Wasser zum Waschen auf dem Herd warm, insofern bin ich im Moment relativ gelassen. Mir tun nur die alten Leute total leid, für die ist das total beschwerlich – bei uns ist kein Brunnen direkt in der Nähe, also müssen sie weit laufen, na und Kanister schleppen können die nicht… Das Blöde ist: Die Reparaturleute werden wieder ein bisschen rumwerkeln und den Schaden irgendwie provisorisch beheben, und in drei Wochen geht das alles wieder von vorne los, weil entweder das Geld, das für die Reparaturarbeiten zur Verfügung gestellt wird, irgendwo „unterwegs“ in irgendwelche Taschen wandert oder weil die Arbeiter besoffen sind oder weil einfach nur halbe Sachen gemacht werden. Seufz.. manchmal zweifle ich echt daran, dass Russland jemals richtig auf die Beine kommt…

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