Original Design

foto0370kl.jpg 

Das kann man ja ruhig schon mal sagen: Russen legen Wert auf „Marke“ und kleiden sich also gern in alles, was Rang und Namen hat. Da sich das aber nicht jeder leisten kann, kauft man halt „Marke made in China/Turkey“. Und so sieht man Jacken von „Abibas“ oder solche Exemplare wie dieses hier, die nicht wie die meisten mit einem einfachen „D&G“ verziert wurden, sondern auch noch ausdrücklich auf das originale Design, äh, pardon, ich zitiere: „Original Desing“ hinweisen.

Visa-Express

Bin wieder im Lande, nachdem ich vom 19. Juli bis gestern zu einem Kurzbesuch in der Heimat war. Am 20. lief mein Jahresvisum ab, und da wir es aus diversen Gründen noch nicht geschafft haben, eine Aufenthaltserlaubnis zu beantragen, musste ich Russland verlassen und mir ein neues Visum besorgen. Das hat zum Glück auch alles ganz reibungslos geklappt, war aber mit einigem Herzklopfen verbunden. Die „Einladung“, die man für das Visum braucht, war nämlich erst am Freitag fertig, aber da war ich schon in Germanien. Dass mein Chef am Montag nun zu einem geschäftlichen Treffen nach Stuttgart kam, bei dem ich auch anwesend sein sollte, ersparte mir zumindest die Kosten eines internationalen Kurierversandes, denn mein Chef brachte dieses wichtige Stück Papier selber mit (ich hatte solchen Bammel, dass er es vergessen könnte). Mit dem Wisch und allen anderen Unterlagen bin ich dann abends von Stuttgart nach München und dort dann am Dienstag morgens zum Konsulat getingelt, und 12 Uhr hatte ich mein insgesamt 180$+340 € teures Express-Visum in der Hand, mit dessen Hilfe ich gestern, wie schon gesagt, wieder nach Russland eingereist bin.

Warum so eine Hetze, warum nur so ein Blitzbesuch, warum kein „richtiger“ Heimaturlaub? Nun, da ich erst 3 Monate in der Firma bin, hab ich nach russischen Gesetzen noch keinen Urlaubsanspruch, aber gut, das hätte man vielleicht intern regeln können. Jedoch haben andere Kollegen in der Zeit schon Urlaub… und außerdem – das war der Hauptgrund – wollte ich nicht so lange ohne meinen Liebsten sein. Mir ist es so schon schwer gefallen, mich für eine Woche zu verabschieden. Da wir es uns aber finanziell nicht leisten konnten, zusammen nach Deutschland zu fliegen, kam ich allein und nur für kurze Zeit, die dann leider nicht mal für einen Abstecher nach Passau gereicht hat. Sehr schade. Ob es nun im Winter mit einer gemeinsamen Deutschlandtour klappt, ist auch noch nicht raus. Kommt Zeit, kommt Rat. Und jetzt kommt erst mal wieder Arbeit.

Unterwegs…

… auf den günstigsten Markt zum Einkaufen, übers Wochenende auf die Datscha zum Pflanzengießen oder von der Arbeit nach Hause:

 foto0365.jpg