Autofahren in Moskau II

Eins der schwierigsten Unterfangen im Moskauer Straßenverkehr ist das Linksabbiegen, und das gleich aus mehreren Gründen:

  • Erstmal muss man eine Stelle finden, wo man überhaupt links abbiegen darf, und das kann schon mal einige Kilometer dauern – die Straßenführung ist schlecht, Hinweisschilder fehlen, und das Überqueren einer zweifachen durchgehenden Markierung kann ganz schön teuer werden.
  • Wenn man dann eine geeignete Stelle gefunden hat, meistens an einer Ampelkreuzung, steht man da selten allein, und die Ampelphase ist kurz. Und weil das so ist und der gemeine russische Autofahrer a) generell wenig vom Warten hält und b) das geordnete Fahren in einer Spur sowieso nicht beherrscht, ergibt das ein buntes Durcheinander.
  • Gefahren wird nicht, solange die eigene Ampel grün zeigt, sondern solange der Gegenverkehr noch nicht wirklich bedrohlich wird. Argument: Das Abbiegemanöver muss man unter allen Umständen zu Ende bringen, auch wenn es eigentlich noch gar nicht richtig begonnen hatte.

Das führt oft dazu, dass paradoxerweise die, die Grün haben, stehen, weil die, die schon Rot haben, noch fahren, und da die anderen, die bei Grün stehen müssen, ja auch fahren wollen, fahren die eben ihrerseits bei Rot. Aber seht selbst.

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