Gruß Nr. 1

So, und bevor ich nun auch endlich mein wohlverdientes langes Wochenende antrete, schicke ich noch schnell einen Gruß in die weite Welt – und ich hab dafür sogar extra eine neue Kategorie eingerichtet, weil ich mir dachte, dass ich sowas doch jetzt öfters machen könnte. 

Der allererste Gruß geht an Mel ins schöne Frankenland, danke für dein Mel äh Mail, hab mich gefreut (hurra, ein Echo auf die MaNus im Netz, ein Brief aus der Heimat!!!) und schreib dir auch ganz bald zurück.

Und dann grüße ich noch die riesige Hummel, die ich heute früh aus dem Bus gelotst hab, wo sie verzweifelt und stur versuchte, mit dem Kopf durch die Wand die Frontscheibe zu brechen. War toll zu sehen, wie die dann in die Frühlingsluft rausgebrummelt ist. Das mach ich jetzt übrigens auch. Bzzzzzzzzz…

PS: War gar nicht der allererste, wie ich beim Stöbern in alten Einträgen feststellen musste. Macht aber nix 🙂

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Wochenend‘ und Sonnenschein

… und ich muss ins Büro heut‘ rein… lalala… und habe trotzdem gute Laune, und sogar das Aufstehen fiel heute nicht so schwer.

Ja, also ich muss in der Tat heute, am Samstag ein wenig arbeiten, weil es nämlich in Russland üblich ist, per Regierungsverordnung manche Arbeitstage vor oder zurück zu verschieben, damit ein Brückentag offiziell arbeitsfrei wird (und man nicht extra einen Tag frei nehmen muss und nicht so viele Leute blau machen). Deswegen wird also der 30. April heute quasi „vorgearbeitet“, damit man dann guten Gewissens ein verlängertes Wochenende vom 29. April bis 1. Mai genießen kann. Im Juni und im Dezember gibt es dieses Jahr noch mal so eine Verschiebung. Eigentlich keine sooo schlechte Idee, wenn auch etwas gewöhnungsbedürftig, finde ich. Die Woche wird halt gleich viiiel länger, sechs Arbeitstage. Dafür hat die nächste Woche nur drei. Nun gut, dann will ich mich mal ein wenig ans Werk machen, obwohl das Wetter natürlich eher zum Spazieren einlädt…

schlaflos in Moskau

Andrej ist schuld! Oder besser gesagt, das Buch, das er mir vorgestern gegeben hat. Er war nämlich ja letzte Woche auf der Datscha und hat aus dem Haufen Bücher, die er dort zwischengelagert hatte, ein paar wieder mit nach Hause gebracht. Was Bücher betrifft, ist mein Liebster nämlich reich – er hat richtige Schätze angesammelt! Das reicht noch für viele lange Winterabende – oder für solche Nächte wie die gestrige. Und so hänge ich nun rum wie ein Käuzchen, kann kaum aus den Augen gucken und, geschweige denn, mich zu irgendeiner Arbeit aufraffen. Aber das ist auch ein Hammer-Buch:

Buch

„Aufzeichnungen eines Provinz-Priesters“ heißt es, ein total spannender Roman, der mich jetzt zwei Tage lang gefesselt hat. Spielt im Jahre 1985 und handelt von einem orthodoxen Priester, der in ein Provinzkaff versetzt wird, dort auf allerhand Gegenwind von der sowjetischen Stadtverwaltung stößt und zum Schluss in seiner Kirche ermordet aufgefunden wird – ans Kreuz genagelt. Ganz toll geschrieben. Solche Bücher verschlinge ich wie in einem Atemzug und bedauere dann immer, dass  sie so schnell zu Ende gelesen sind.

Zum Heulen…

…ist das doch mit den russischen Gesetzen und der russischen Bürokratie. Alle Welt, naja, zumindest ich und noch ein paar andere warten mit Ungeduld auf das Inkrafttreten des neuen Visaabkommens zwischen der EU und Russland – und dann lese ich das:

Die russische Seite erklärte, dass derzeit eine intensive Überprüfung der Umsetzung durchgeführt werde.

Ist es nicht fantastisch? Abkommen ist unterzeichnet, auch ratifiziert – und jetzt fangen die Nasen endlich an, die Umsetzung zu prüfen… aaaaaaaargh!

Tod einer Legende

Boris Jelzin lebt nicht mehr. Vor einer halben Stunde liefen die ersten Infos über die russischen Newsticker, laut denen  der erste Präsident der Russischen Föderation an Herzversagen gestorben ist. 77 Jahre war er, ein recht stattliches Alter für „den russischen Bären“. In Russland gibt es ein Sprichwort: Über die Toten spricht man nur Gutes oder gar nichts. Und so werden nun wohl heute und morgen und in den nächsten Tagen die Zeitungen, Nachrichten und alle Medien voll sein mit Nachrufen auf den Verstorbenen und seine Verdienste, Staatstrauer, Staatsbegräbnis… Ich persönlich finde ja, dass zuviel des Guten kontraproduktiv ist und eher nervt, als dass es ein würdiges Andenken bewahren hilft. Und darum werde ich mich jeglicher weiterer Kommentare enthalten, denn ich weiß auch viel zu wenig über ihn und die Zeit, in der er Russlands Präsident war. Eine leichte Zeit war es sicher nicht. Weder für Boris Jelzin, noch für Russland. Gott sei seiner Seele gnädig.

nicht schön, aber selten

Frau Antonmann hatte neulich mal Stöckchen in die weite Welt hinaus geworfen, und eins ist auch bei mir angekommen. Und zwar hatte sie nach einem Lieblingsmöbelstück gefragt. Da meine Fußbank immer noch im Keller meiner Eltern darauf wartet, beim nächsten Besuch nun endlich mit nach Moskau reisen zu dürfen, und ich bis jetzt keinen ollen Sekretär mein Eigen nennen kann, ist die Auswahl an Lieblingsstücken relativ beschränkt, denn wir haben nicht sooo viele Möbel, und die sind dann nicht sooo besonders, dass ich nun irgendwas damit verbinden würde. Aber dann fiel mir das ins Auge:

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Das ist – wie man unschwer erkennen kann – ein Schuhregal, und das steht bei uns auf der Terrasse. Eigentlich auch nicht so besonders auf den ersten Blick. Aber ich habe das gute Stück letztes Jahr auf unserer Datscha selbst entworfen und aus Holzresten selbst zusammengebaut und dann auch noch selbst lackiert.

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Ich weiß, dass das Regal keinen Schönheitswettbewerb gewinnt, und es ist auch nicht für die Ewigkeit gebaut, denn es wackelt ein wenig, aber es ist halt meins… Die Schuhe hätte ich vielleicht vorm Knipsen noch runternehmen können oder wenigstens putzen, aber dazu war ich gestern Abend einfach zu fertig und zu faul. Und Schuheputzen ist – obwohl ich das eigentlich gerne mache – in Russland eh eine Sisyphus-Arbeit. Von daher also am besten nicht so genau hingucken 😉

na hoppla

Guck ich doch gerade mal wieder so ein wenig bei wordpress und ein paar netten Internet-Büchlein herum und dann auch ein wenig in oder auf meinem sogenannten „dashboard“ (was übrigens so viel wie Armaturenbrett bedeutet, wie mir ein ganz tolles Deutsch-Englisch-Online-Wörterbuch verraten hat), also sprich in der Schaltzentrale der MaNus Moskau… und was muss/darf ich da sehen? Das:hoppla

Wer hätte das gedacht? Also ich nicht… und soooo viel schreib ich doch gar nicht… unverdiente Lorbeeren also. Ich freu mich trotzdem.