Hundeelend

Ich dachte eben beim Blick auf die letzten Einträge, dass ich irgendwie mal wieder einen Knick in der Optik habe – es fehlten sämtliche Absätze, die Bilder waren verrutscht, und das ließ sich vor allem nicht redaktieren… komisch. Aber da scheint einfach die Seite einen Hänger gehabt zu haben.

Ich hänge heute auch mehr oder weniger auf meinem Schreibtischstuhl herum, weil das Sitzen mit Kreuzschmerzen leider nicht so angenehm ist. Ich hatte jetzt ein paar Monate Ruhe, aber nachdem sich schon am Samstag mein Zipperlein bemerkbar machte, hat ein ungeschickter Sprung gestern die Sache gänzlich verschlimmert. Schuld war ein streunender Hund, der auf mich losging… und das, wohlgemerkt, in einem Lebensmittelgeschäft. Ich hatte den Hund auch gesehen und extra Abstand gehalten, aber das Biest kam trotzdem bellend auf mich zu gesprungen. Na und da bin ich halt auch gesprungen, und zwar schreiend rückwärts – und konnte danach vor Rückenschmerzen kaum gehen. Aber immerhin wurde ich nicht gebissen.

Ich hatte Ende Februar schon mal ein sehr unangenehmes Erlebnis dieser Art: Da gehe ich ein Mal allein zu Fuß zum Einkaufen, weil Andrej gerade mit irgendwas am Werkeln war, und prompt fallen mich auf dem Weg zwei Hunde an. Einer ist ja schon schlimm genug, aber da sprangen halt gleich zwei kläffend und knurrend um mich herum. Ich hatte nix dabei außer einer Plastiktüte mit einer leeren Eierverpackung drin, und es lag Schnee, also war auch kein Stock oder Stein zu finden. Bin dann langsam vom Weg runter und hab mich mit dem Rücken an eine Mauer gedrückt, damit mich wenigstens von hinten keins von den Viechern packen kann, und da stand ich dann mit zittrigen Knien, bis endlich jemand vorbei kam und irgendwas nach den Hunden geworfen hat, dass sie abhauen. Mann, Mann, Mann… da hatte ich echt Schiss!

Ich hab eh ziemlichen Respekt vor Hunden und erschrecke auch oft, wenn hinter einem Zaun so ein Riesenviech angerannt kommt und wild bellt. In unserem Viertel, wo lauter private (alte) Häuschen rumstehen, hält sich nämlich jeder Zweite einen großen Hund, wahrscheinlich zur Abschreckung von potentiellen Dieben. Und wer weiß, ob der Zaun nicht irgendwo ein Loch hat oder gerade das Tor offensteht? Unser Gegenüber-Nachbar hält sich auch so eine Bestie, die er oft abends ausführt, wenn wir gerade nach Hause kommen. Und wenn ich aus dem Auto aussteige und das Tor zur Einfahrt aufmache und dann im Dunkeln dieses schreckliche Geräusch höre, wie das Tier da keucht und röchelt, weil es dermaßen an der Leine zieht, dass es sich selbst bald erwürgt, wird mir jedes Mal ganz unheimlich – was ist, wenn sich das Viech losreißt?

Streunende Hunde sind hier übrigens echt ein Problem. Wenn der Besitzer keine Lust mehr hat, sich um seinen Hund zu kümmern oder der Hund mangels Erziehung schwierig wird , setzt er ihn einfach aus. Zu fressen gibt es genug auf den Müllplätzen, dann bilden sich Rudel, und die vermehren sich auch und werden  halt manchmal zu einer echten Bedrohung. Klar, nicht alle – manche sind auch lieb und werden zum unschuldigen Opfer. Einem von ihnen wurde Mitte Februar in der Moskauer Metrostation „Mendelejevskaja“ ein Denkmal gesetzt, das zum menschlicheren Umgang mit Tieren auffordert. Aber wo ist das Denkmal für die unschuldig gebissenen Menschen?

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