Ich glaub, ich geh jetzt nach Hause.

Irgendwie krieg ich gerade nichts mehr gebacken.

Es nervt, dass sich ein Haufen Krempel auf meinem Schreibtisch tummelt, für den ich eigentlich gar nicht zuständig, aber nun dennoch verantwortlich bin.
Es nervt noch mehr, dass andere Leute, die eigentlich zuständig wären, sich so gar nicht verantwortlich fühlen.

Wozu braucht man Rechtsanwälte, wenn die unsere Unterlagen unpünktlich, fehlerhaft oder gar nicht vorbereiten? Was nützt es, wenn man ihnen dauernd hinterher laufen muss, anstatt dass die werten Kollegen Juristen selbst an Fristen und Dringlichkeiten denken?  Wieso müssen wir sie auf Sachen aufmerksam machen, die sie eigentlich uns erklären sollten? Wie kann es sein, dass in dieser Kanzlei die rechte Hand nicht weiß, was die linke macht? Die wollen die für solche stümperhafte Arbeit einen Haufen Kohle – und kriegen es nicht mal fertig, sich für die ganzen Patzer, die sich sich im letzten halben Jahr geleistet haben, wenigstens zu entschuldigen. Blöde Banausen.

Wozu braucht man eine Werbeagentur, wenn die nach zwei Wochen auch nur das Konzept präsentiert, das wir schon als Grobentwurf eingereicht hatten? Was nützt mir die Agentur, wenn ich selber die kreativen Ideen für Überschriften und Gestaltung liefern soll? Wieso bekomme ich einen deutschen Text mit den Formulierungen für unsere deutsche Firma, wenn vorher groß und breit darüber diskutiert wurde, dass wir einen englischen Text brauchen und unser Profil ganz anders ist als das der deutschen Firma? Was nützt es, wenn ich als Laie irgendwelche Schemata bastle und die Agentur es nicht mal nötig hat, die an unser Firmendesign anzupassen? Aber gerade weil diese Agentur unser Firmendesign so gut kennt und „aus dem Schlaf“ beherrscht, mussten wir den Auftrag doch nach Deutschland abgeben, anstatt eine hiesige Agentur zu beauftragen, die uns längst eine fertige Broschüre geliefert hätte. Und bezahlen sollen wir den völlig überflüssigen deutschen Entwurf wahrscheinlich auch. Verflixte Saubande.

Lasst mich doch bitte meine Arbeit machen und nicht eure!

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Eine Antwort

  1. „einen englischen Text brauchen“
    lese ich gerne, kommt: hier so plays life!
    Und zwar das Leben, welches den o.g. Gestalten nun das Hinterherjagen nach Geld, Visitenkarten (ohne jemals irgendwen zu „visiten“) und cooler Stau -Steherei erst möglich macht.
    Ob es für die Bewohner Leningrads (s. Postkarte aus 1982) und Moskaus charmanter war, damals, als sie dem Fremden , der die Unkenntnis der Örtlichkeiten in Tateinheit mit neuen Buchstaben schon beim Auftauchen aus Metroschächten den Weg FREIWILLIG- bevor man fragen wollte- erklärten, bleibt ungeklärt. Charmant für Reisende schon.
    Gab es in Paris nie. Die rennen immer weg.
    Und auch die da. Und jene dort. Und in Bottrop auch!
    Bis zum Finale……

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