Südossetien

Nein, zum Konflikt an sich möchte ich mich nicht auslassen, erst recht nicht zur Frage: Wer ist schuld, wer hat recht. Ich möchte allerdings davor warnen, der Versuchung nachzugeben, alles das zu glauben, was uns gerade das Fernsehen weismachen will, und allein daraus Rückschlüsse zu ziehen. Eine eindeutige Antwort nach dem Schema „schwarz oder weiß“ gibt es nicht, auch wenn uns die Medien das manchmal vorgaukeln und wir uns auch leichter tun würden, wenn wir wüssten: Ha, die waren’s!

Ich weiß nicht, welche Interessen Russland mit seiner Anerkennung der nach Selbständigkeit strebenden georgischen Gebiete Südossetien und Abchasien verfolgt. Als es um Serbien und Kosovo ging, waren allerdings die USA und die EU auch recht schnell mit der Anerkennung der Unabhängigkeit, nur Russland war dagegen – und natürlich Serbien. Was ist in Georgien jetzt anders? In Georgien verfolgt auch Amerika gewisse Ziele, welche auch immer das sein mögen… und Georgien ist ja schließlich eine „junge Demokratie“, die man gegen das diktatorische und aggressive Russland schützen muss. Nuuuuuun… ich würde mal behaupten, dass Saakashwili ein mindestens genau so lupenreiner Demokrat ist wie Herr Putin, aber das ist ein anderes Thema.

In der Süddeutschen Zeitung gab es diese Woche mal einen Artikel, in dem die tatsächlich Betroffenen des Konfliktes, Menschen aus Südossetien, zu Wort kommen. Und sie schildern zum Teil ganze andere Beobachtungen als die, die man in Deutschland in den Nachrichten hörte. Lesenswert. Vielen Dank an ferdystschenko fürs Scannen.

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Eine Seefahrt, die ist lustig

Na gut, eine Seefahrt war es nicht, aber eine Bootsfahrt auf der Moskva ist auch immer wieder schön. Ich glaube, ich bin schon vier Mal durch Moskaus Zentrum geschippert, aber das ist eine Sache, die könnte ich wirklich immer wieder machen. Noch dazu wenn’s nix kostet. Und wenn’s dann noch leckeres Essen an Bord gibt, erst recht.

Wir hatten am Donnerstag sowas wie Betriebsausflug auf einem Schiff namens „Indigo“, und das war wirklich sehr, sehr schön. Leider waren nicht alle Kollegen dabei, schade, aber wir anderen hatten Spaß – und wirklich viel leckeres Essen – Obst, Salate, Käse- und Aufschnittplatten, Gegrilltes…

Irgendwas scheint mir aber nicht bekommen zu sein, oder ich bin nachträglich noch seekrank geworden, gestern lag ich jedenfalls flach zu Hause. Naja. Soll vorkommen.

Schon gewusst?

Ich bin ein „superschlauer Fuchs“. Hab gerade mal einen Intelligenz-Quiz mitgemacht. (Irgendwie muss man sich ja die Zeit vertreiben in der Mittagspause…) Und ihr so?

Sommer

Scheint so, als wöllte sich doch noch etwas Sommer in Moskau breitmachen. Nachdem letzte Woche die Tagestemperaturen durchschnittlich zwischen 10 und 15 Grad pendelten und wir froh waren, dass wir einen Ofen zu Hause haben und nicht vom Zentralheizkalender der Moskauer Behörden abhängig sind, haben wir nun schon ganze zwei Hitzetage. Die ersten seit der einen Sommewoche Mitte Juli. Immerhin friere ich jetzt nicht mehr im Büro. Die Vermieter des Geschäftsgebäudes haben es nämlich tatsächlich geschafft, Anfang der Woche (da war es draußen noch kühl) die Klimaanlage anzuschalten – nur regeln lässt sie sich nicht, und ausschalten darf man sie jetzt auch eine gewisse Zeit lang nicht. Deswegen haben wir im Büro die Ventilatoren nun gegen Heizlüfter ausgetauscht. Man weiß ja nie.

Bin mal eben in’n Westen

Eigentlich isses wahrscheinlich egal, weil ich in letzter Zeit nicht so aktiv am Schreiben war, dass es jetzt großartig auffallen würde, wenn noch ein paar Tage Funkstille herrscht, aber ich melde mich vorsichtshalber mal ab, damit nicht irgendwer wieder Panik kriegt, weil ich an anderen Orten im Internet mal zwei Tage die Klappe halte und mein Telefon ausgeschaltet ist. Am Dienstag bin ich wieder da. Poka.