Siehe, ich verkündige große Freude

weihnachtsmanu-1Auch wenn ich – wie in den letzten Jahren auch – heute, morgen und übermorgen ganz normal arbeiten muss, weil das hier nun mal so Sitte ist, wünsche ich euch allen da draußen in der weiten Welt ein frohes, gesegnetes Weihnachtsfest mit vielen kleinen Weihnachtswundern und großer Weihnachtsfreude.

 

Unser schönstes Geschenk wird allerdings erst im März „ausgepackt“…

geschenk

Warten auf…

… Schnee.

Seit etwas über einer Woche haben wir stabile Minusgrade, heute früh erstmals unter -10 (knackige -12 Grad nämlich), und eigentlich mag ich das. Aber es liegt kein Fitzelchen Schnee, das mein Erdbeerbeet und unser noch relativ frisches Fundament ein wenig wärmen könnte. Dafür sind zu Neujahr wieder Plusgrade angekündigt… sollte also bis dahin doch was von dem weißen, fluffigen Zeug vom Himmel fallen, wird das wohl nicht lange halten. Obwohl – wer glaubt schon den Wetterberichten von – wie Andrej das nennt – „Scheiß-Meteo„?

Fragen über Fragen

Während ich hier tippe, bin ich gerade dabei, einen Joghurt zu vertilgen – oder vielleicht andersrum: Während ich besagten Joghurt esse, versuche ich gleichzeitig, diesen Eintrag zu verfassen. Mir ist nämlich folgende Aufschrift auf dem Joghurtdeckel ins Auge gesprungen:

85% der Verbraucherinnen verspürten schon am 8. Tag des Genusses von [Name des Joghurts] einen Effekt.

Und nun drängen sich mir gleich mehrere Fragen auf einmal auf:
– Warum spüren ausdrücklich nur Verbraucherinnen einen Effekt, haben Männer weniger Gespür, oder geht man davon aus, dass die solche Joghurts nicht essen?
– Was ist mit den restlichen 15% der Verbraucherinnen?
– Wieviele dieser Joghurts muss man innerhalb von 8 Tagen essen, um einen Effekt zu spüren?
– Und welchen Effekt meinen die denn? Alle den gleichen? Einen positiven oder einen eher unerfreulichen? Oder egal welchen, Hauptsache, irgendeinen?

Fragen über Fragen…

Wer lesen kann…

… ist klar im Vorteil, heißt es doch so schön. Wenn man es denn kann, sollte man es allerdings auch tun – dann würde man sich und anderen Zeit und überflüssige E-Mails ersparen.

Das große Fressen

Sonst bin ich eher selten in irgendwelchen Lokalitäten anzutreffen, aber diese Woche häuften sich die Restaurantbesuche meinerseits auffallend:
Mittwoch war ich mit der „Abendbetreuung“ von Kollegen aus Deutschland dran (usbekisch), Donnerstag hatte unsere Firma ihre Weihnachtsfeier (italienisch), Freitag war ich mit dem Überbringer eines Weihnachtspäckchens aus Germanien essen (wieder usbekisch, aber anderswo), und am Samstag hatten wir mal wieder ein Forumtreffen (deutsch). Mit Abstand am besten war das usbekische, wo ich am Mittwoch gespeist habe, da stimmte wirklich alles.

Außerdem liegt zu Hause jetzt neben (von Forumfreunden mitgebrachten) zwei kleinen und zwei großen Dresdner Stollen auch der Inhalt des besagten Weihnachtspäckchens – Salami! Buko Frischkäse in diversen Sorten! Feinkostsalate! Selbstgemachte Marmeladen und Plätzchen! Schoki! Tee! Leggger mit mindestens drei g!!! Da brauch ich kein Restaurant, sondern nur frisches Brot und heißes Wasser und ein paar Kerzen, und schon kann man(u) mit seinem Liebsten ganz gemütlich in der eigenen Küche am warmen Ofen ein wirklich fabulöses Adventsmahl zelebrieren.
Liebe Elke, herzlichsten Dank!

Das Grauen an den Füßen

Irgendwie haben (viele) russische Männer ein Problem mit ihrem Schuhwerk – oder mit ihrem Geschmack. Normale Halbschuhe für die Zwischensaison mit Rundung vorne an den Zehen haben hier Seltenheitswert – im Frühjahr waren so Schuhe mit geradem Zehenende (wie abgeschnitten) total in, aber noch „inner“ waren dann spitz zulaufende Schuhe, die zum einen unnatürlich lang aussehen und mich zum anderen immer an so orientalische Pantoffeln der Helden aus „1000 und 1 Nacht“ erinnern.

Im Sommer dann wurde es nicht besser, denn da kam erschwerend hinzu, dass manche Männer meinten, sie müssten unbedingt so beigefarbene oder weiße (Kunst)Lederslipper tragen, natürlich an den Zehen wieder spitz zulaufend, die dann vorne nicht ganz zu waren, sondern so geflochten oder netzartig aussahen – man will ja nicht schwitzen. Und dazu dann Anzug oder Jeans – grau-en-haft!

Jetzt steht der Winter vor der Tür und damit Stiefelzeit. Ich kann ja verstehen, dass nicht nur die Damen ihre neuesten Errungenschaften präsentieren wollen, sondern auch einige Herren – aber sehen die denn nicht, dass es einfach lächerlich wirkt, wenn sie ihre Jeans in die Stiefel stopfen und so durch die Stadt laufen?

Tag des Juristen

In Russland gibt es für viele Berufe sogenannte „professionelle“ Feiertage – z.B. haben wahrscheinlich alle Armee-Angehörigen (Panzerjäger, Fallschirmspringer, Flottenangehörige, Funker, Grenzschützer…) und auch viele Staatsdiener (Staatsanwälte, Steuerfahnder, Mitarbeiter der Migrationsbehörden…) einen eigenen Feiertag, aber es gibt auch den „Tag des medizinischen Angestellten“ und natürlich den „Tag des Lehrers“ oder den „Tag des Eisenbahners“.

Dank einem Erlass des (noch alten) Präsidenten vom 4. Februar dieses Jahres wird in Russland nun erstmals auch der „Tag des Juristen“ gefeiert – und zwar heute. Ich nehm das Ganze augenzwinkernd und hab auch keinen Schampus kaltgestellt, aber gratulieren darf man trotzdem 😉