Was tun?

Man liest leider immer mal wieder davon, dass Menschen in der Metro auf die Gleise fallen. Dann stehen für kurze Zeit die Züge still, es gibt ein unglaubliche Staus von Leuten, die irgendwo unter der Erde feststecken, sei es im Zug oder in der Station, aber dann geht es auch gleich wieder weiter, fast so als wäre nichts passiert. Das ist makaber, aber anders gäbe es den totalen Supergau angesichts der Millionen Menschen, die morgens täglich mit der Metro zur Arbeit fahren. (In Hamburg hatte sich mal einer vor die S-Bahn geworfen, da war die Linie fast den ganzen Vormittag gesperrt. Aber es war ein Sonntag.)

Heute früh gab es gleich zwei Meldungen dieser Art – um 7:20 stürzte ein Mann auf die Gleise der Station Kurskaja und kam dabei ums Leben, eine Frau hatte kurz darauf mehr Glück, sie kam mit dem Schrecken davon. Tragisch ist sowas allemal, und ich gebe zu, ich habe auch schon das eine oder andere Mal Gänsehaut beim Gedanken bekommen, dass mich jemand – ob nun mit Absicht oder nicht – vom Bahnsteig drängeln könnte. Abgesehen davon, dass man da ganz schön tief fällt und sich bestimmt was bricht, selbst wenn gerade kein Zug kommt, verläuft da ja auch noch eine Starkstromleitung irgendwo… und seit heute weiß ich auch wo – dank einer Anleitung zum Überleben auf dem Metro-Gleis.

Derzufolge soll man um Himmels willen bloß nicht versuchen, selber wieder auf den Bahnsteig zu klettern oder sich unter diesen zu ducken, falls ein Zug kommt – denn gerade an der Bahnsteigunterseite verläuft das besagte Kabel mit 825 Volt Spannung – das ist mehr als nur ein bisschen Kribbeln. Wenn kein Zug kommt und man noch laufen kann, soll man in Fahrtrichtung die Gleise entlang bis hinter die scharz-weiß gestreifte Markierung laufen, an welcher der erste Zugwaggon zum Stehen kommt. Dort wird man dann von einem freundlichen Mitarbeiter aufgegabelt. Wenn man aber nicht laufen kann oder man bereits einen Zug ankommen sieht, soll man sich in den Zwischenraum zwischen die Gleise mit dem Kopf in Richtung Zug lang hinlegen. In manchen Stationen ist da eine richtige Vertiefung, ein Graben quasi, aber anderswo hätte ich schon Bammel, das der Zug doch irgendwo an mir hängen bleibt…

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