der Abend danach

Irgendwer sitzt jetzt zu Hause und wartet. Und hofft, dass derjenige oder diejenige, die immer noch nicht zurück sind und den ganzen Tag nicht ans Telefon gehen, sich doch nur verspäten, mit einem leeren Akku im „Mobilnik“. Oder dass sie wenigstens unter denen sind, die als „Name unbekannt“ in den Listen der Krankenhäuser geführt werden, und nicht unter den 16 noch nicht identifizierten Toten. Oder dass irgendein Wunder geschieht und man morgen aufwacht und merkt: Nur schlecht geträumt.

Wenn solche Sachen irgendwo auf der Welt passieren, wenn irgendwo weit weg (mal wieder) in einem Bus oder einem Hotel eine Bombe explodiert, dann nimmt man das zur Kenntnis, mehr aber auch nicht. Wenn sowas quasi vor der eigenen Haustür geschieht, (be)trifft einen das ganz anders. Ich stehe heute irgendwie neben mir. Und es tut mir unendlich leid für die Menschen, die heute Abend vergeblich warten und hoffen.

 

 

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2 Antworten

  1. Auch meine Gedanken sind bei den Hinterbliebenen und Verletzten, ich bin den ganzen Tag wie unter Schock gewesen, nichts wirklich zustande bekommen. Warum musste meinem geliebten Moskau soetwas erneut passieren…

  2. 16 sind immernoch nicht identifiziert, es muss schrecklich sein für alle die zu Hause sitzen und noch nicht wissen was los ist.

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