Eigene Erdbeeren…

… schmecken immer noch am besten. Die sind vielleicht nicht so riesig wie die, welche es jetzt an den Erdbeerhäuschen gibt, die der „Sovhoz imeni Lenina“ aufgestellt hat, der nach Lenin benannte Landwirtschaftsbetriebes unseres Verwaltungsbezirks jenseits der Moskauer Stadtgrenze. Aber dafür kosten sie auch nix (die vier Pflänzchen, die ich vor zwei Jahren kaufte und auf das einzig vorhandene Beet im Garten setzte, sind mittlerweile ein kleiner Erdbeerdschungel geworden), sie sind ohne jeglichen Kunstdünger gewachsen, und sie haben die ein Aroma, das haut einen schier aus den Latschen. Und es weckt Erinnerungen an Kindheit und Opas Garten und die weltbeste Erdbeertorte, natürlich von Oma… und das Allertollste: Erdbeeren darf ich ja nun wirklich essen, zwar nicht gezuckert und erst recht nicht in einer Torte, aber wie gesagt: Dieser Geschmack braucht auch gar keine Nachhilfe.

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Nix Eis

Meine Kollegin hat mich schon gerügt für das Eis im April… von wegen großem Ziel und so. Mittlerweile wurde ich auf eine sch…trenge Diät gesetzt und mache nun doch für viel Geld Sport mit Trainerin, weil der Schweinhund mit meinem eigenen Willen allein nicht zu besiegen ist. Ist hart. Vor allem in Kombi mit der Diät… nur Grünzeug und mageres Fleisch bzw. Fisch und 0%-Milchprodukte (da quietscht der Quark fast zwischen den Zähnen). Kein Brot! Und auch sonst nichts, was ordentlich satt macht. Nach zwei Wochen hab ich mich nun fast dran gewöhnt, aber es freut mich natürlich nicht, dass andere fröhlich vor sich hinfuttern, während ich schon böse Blicke ernte, wenn ich nur in Richtung Süßigkeiten auf dem Büroküchentisch gucke! Ein Stück (in der Größe einer Hälfte) Pizza , die ich mir beim Restaurantbesuch mit Freunden voriges Wochenende nicht verkeifen konnte, hat mir zusätzliche Liegestützen und zwei Trainings lang beißende Kommentare eingebracht. Ergo: Entweder muss man weniger ehrlich sein – oder mehr konsequent mit der Diät. 😉 Aber immerhin: -3. Trotz Pizza.

Quatsch mit Soße

Gestern bei McD an der Tverskaja:
McD-Mensch: „Freie Kasse!“
Manu: springt zur freien Kasse: „Ein Eis bitte.“
McD-Mann: „Was für eins?“
Manu: „Ähm, welche Soßen haben Sie denn?“
McD-Mann: „Soßen?“
Manu: „Ja.“
McD-Mann: „Käsesoße, Senfsoße, Currysoße, Barbecue, Süßsauer…“
Manu: „Ich meine, für das Eis…“

Es wurde dann eins mit Erdbeersoße, ich aß es gemütlich auf einer Bank in der Sonne und genoss es danach, total entspannt und ohne Gehetze zum Bahnhof zu fahren und nicht – wie so oft letzte Woche – auf dem letzten Loch pfeifend zur Elektritschka zu sprinten.

Erster Urlaubstag. Toll. Da darf man sich auch mal ein Eis mit Soße gönnen 🙂

Schwach geworden

Von wegen Schokoladenverzicht auf unbestimmte Zeit. Wer konnte auch ahnen, dass in einem unserer beiden Stammsupermärkte meine absoluten Lieblingsleckerli als Sonderangebot herumliegen? „Herzen, Sterne, Brezeln“ … ich dachte ja, die Gefahr war nach unserer letzten Heimatvisite im Dezember gebannt, da hatten wir zwei Kisten HSB mitgebracht – die deutschen Weihnachtsspezialitäten wie Spekulatius, Dominosteine und eben Lebkuchen gibt es hier nämlich nicht, und bis Weihnachten ist es ja nun auch wieder ein Weilchen hin. Aber da hier auch keiner weiß, dass das Weihnachtsspezialitäten sind, hat man der HSB-Verpackung einen hübschen, frühlingshaften Anstrich verpasst (ist ja schließlich bald Frauentag hier) – ich hab sie natürlich trotzdem gleich erkannt, die große Palette mitten im Mittelgang direkt gegenüber dem WodkaSpirituosenregal war ja auch nicht zu übersehen. Leider. Ich hoffe, beim nächsten Supermarktbesuch sind die Dinger ausverkauft. Oder wir fahren in den anderen. Denn dieser Versuchung kann ich nicht widerstehen.

Fragen über Fragen

Während ich hier tippe, bin ich gerade dabei, einen Joghurt zu vertilgen – oder vielleicht andersrum: Während ich besagten Joghurt esse, versuche ich gleichzeitig, diesen Eintrag zu verfassen. Mir ist nämlich folgende Aufschrift auf dem Joghurtdeckel ins Auge gesprungen:

85% der Verbraucherinnen verspürten schon am 8. Tag des Genusses von [Name des Joghurts] einen Effekt.

Und nun drängen sich mir gleich mehrere Fragen auf einmal auf:
– Warum spüren ausdrücklich nur Verbraucherinnen einen Effekt, haben Männer weniger Gespür, oder geht man davon aus, dass die solche Joghurts nicht essen?
– Was ist mit den restlichen 15% der Verbraucherinnen?
– Wieviele dieser Joghurts muss man innerhalb von 8 Tagen essen, um einen Effekt zu spüren?
– Und welchen Effekt meinen die denn? Alle den gleichen? Einen positiven oder einen eher unerfreulichen? Oder egal welchen, Hauptsache, irgendeinen?

Fragen über Fragen…

Das große Fressen

Sonst bin ich eher selten in irgendwelchen Lokalitäten anzutreffen, aber diese Woche häuften sich die Restaurantbesuche meinerseits auffallend:
Mittwoch war ich mit der „Abendbetreuung“ von Kollegen aus Deutschland dran (usbekisch), Donnerstag hatte unsere Firma ihre Weihnachtsfeier (italienisch), Freitag war ich mit dem Überbringer eines Weihnachtspäckchens aus Germanien essen (wieder usbekisch, aber anderswo), und am Samstag hatten wir mal wieder ein Forumtreffen (deutsch). Mit Abstand am besten war das usbekische, wo ich am Mittwoch gespeist habe, da stimmte wirklich alles.

Außerdem liegt zu Hause jetzt neben (von Forumfreunden mitgebrachten) zwei kleinen und zwei großen Dresdner Stollen auch der Inhalt des besagten Weihnachtspäckchens – Salami! Buko Frischkäse in diversen Sorten! Feinkostsalate! Selbstgemachte Marmeladen und Plätzchen! Schoki! Tee! Leggger mit mindestens drei g!!! Da brauch ich kein Restaurant, sondern nur frisches Brot und heißes Wasser und ein paar Kerzen, und schon kann man(u) mit seinem Liebsten ganz gemütlich in der eigenen Küche am warmen Ofen ein wirklich fabulöses Adventsmahl zelebrieren.
Liebe Elke, herzlichsten Dank!

Eine Seefahrt, die ist lustig

Na gut, eine Seefahrt war es nicht, aber eine Bootsfahrt auf der Moskva ist auch immer wieder schön. Ich glaube, ich bin schon vier Mal durch Moskaus Zentrum geschippert, aber das ist eine Sache, die könnte ich wirklich immer wieder machen. Noch dazu wenn’s nix kostet. Und wenn’s dann noch leckeres Essen an Bord gibt, erst recht.

Wir hatten am Donnerstag sowas wie Betriebsausflug auf einem Schiff namens „Indigo“, und das war wirklich sehr, sehr schön. Leider waren nicht alle Kollegen dabei, schade, aber wir anderen hatten Spaß – und wirklich viel leckeres Essen – Obst, Salate, Käse- und Aufschnittplatten, Gegrilltes…

Irgendwas scheint mir aber nicht bekommen zu sein, oder ich bin nachträglich noch seekrank geworden, gestern lag ich jedenfalls flach zu Hause. Naja. Soll vorkommen.