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Vatersname: Russen haben etwas, was die meisten anderen Europäer nicht haben und was das Lesen der Romane von Dostojewski und Co. für viele ungemein erschwert, nämlich den sogenannten Vatersnamen. Will man in Russland jemanden höflich ansprechen, nennt man ihn in der Regel nicht Herr/Frau und den jeweiligen Nachnamen, sondern Vornamen und Vatersnamen.  Das hört sich immer kompliziert an, ist es aber eigentlich nicht. Nach dem Vornamen wird einfach der Name des Vaters mit einer Endung eingefügt, und fertig. Die Endung ist dabei abhängig vom Geschlecht des Namensträgers (nicht des Vaters!!) und von der Buchstabenkonstellation am Ende des Vornamen des Vaters: die Vatersnamen der Männer haben die Endungen -owitsch oder -jewitsch, die der Frauen enden auf -owna oder -jewna. Beispiele:

Andrejs Schwester heißt Tatjana, ihrer beider Vater heißt Vjacheslav. In Andrejs Pass steht also Andrej Vjacheslavowitsch und im Pass seiner Schwester Tatjana Vjacheslavowna und danach die jeweiligen Nachnamen. Die sind natürlich verschieden, aber der Vatersname ist gleich (nur die Ändung unterscheidet sich) – sie haben ja beide den gleichen Vater. Ich wäre übrigens Manuela Dietmarowna, mein Papa hieße Dietmar Rolandowitsch 🙂

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