Habe die Ehre

Heute und gestern war ich mal kurz in Wien, und ich war entzückt von der Höflichkeit, die die Menschen dort an den Tag legen. Die Verkäuferinnen lächeln, die Kunden machen Scherze und Komplimente, Geschäftsmänner gucken mit einem im Stadtplan, wo denn jetzt die Straße verläuft, in der das nächste Postamt ist – so ungewohnt und so angenehm!

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Eigene Erdbeeren…

… schmecken immer noch am besten. Die sind vielleicht nicht so riesig wie die, welche es jetzt an den Erdbeerhäuschen gibt, die der „Sovhoz imeni Lenina“ aufgestellt hat, der nach Lenin benannte Landwirtschaftsbetriebes unseres Verwaltungsbezirks jenseits der Moskauer Stadtgrenze. Aber dafür kosten sie auch nix (die vier Pflänzchen, die ich vor zwei Jahren kaufte und auf das einzig vorhandene Beet im Garten setzte, sind mittlerweile ein kleiner Erdbeerdschungel geworden), sie sind ohne jeglichen Kunstdünger gewachsen, und sie haben die ein Aroma, das haut einen schier aus den Latschen. Und es weckt Erinnerungen an Kindheit und Opas Garten und die weltbeste Erdbeertorte, natürlich von Oma… und das Allertollste: Erdbeeren darf ich ja nun wirklich essen, zwar nicht gezuckert und erst recht nicht in einer Torte, aber wie gesagt: Dieser Geschmack braucht auch gar keine Nachhilfe.

Veränderungen Teil 3

Hm.. es sieht doch jetzt allen Ernstes so aus, als käme unverhofft Ziel 2 ins Visier. was sagt man denn da? Überraschung! 🙂

Quatsch mit Soße

Gestern bei McD an der Tverskaja:
McD-Mensch: „Freie Kasse!“
Manu: springt zur freien Kasse: „Ein Eis bitte.“
McD-Mann: „Was für eins?“
Manu: „Ähm, welche Soßen haben Sie denn?“
McD-Mann: „Soßen?“
Manu: „Ja.“
McD-Mann: „Käsesoße, Senfsoße, Currysoße, Barbecue, Süßsauer…“
Manu: „Ich meine, für das Eis…“

Es wurde dann eins mit Erdbeersoße, ich aß es gemütlich auf einer Bank in der Sonne und genoss es danach, total entspannt und ohne Gehetze zum Bahnhof zu fahren und nicht – wie so oft letzte Woche – auf dem letzten Loch pfeifend zur Elektritschka zu sprinten.

Erster Urlaubstag. Toll. Da darf man sich auch mal ein Eis mit Soße gönnen 🙂

Entzückend!

In Russland gilt ja der 1. März als Frühlingsbeginn, obwohl der ja kalendarisch erst so am 21. oder 22. anfängt, genau weiß ich das jetzt auch nicht. Aber was soll ich sagen:

Es frühlingt! Seit Montag. Und heute ganz besonders. Je suis entzückt.

(Dass allerdings die Tulpenhändler an der Metrostation unglaubliche 50-60 Rubel = 1,23-1,48 Euro pro Stück verlangen, ist schon eine Unverschämtheit.)

Vorhang auf

Sehr geehrte Damen und Herren, hohes Gericht, liebe Freunde, Bekannte und Verwandte!

MaNus Moskau präsentiert mit Stolz und großer Zuversicht: 

2010

Das Jahr der Veränderungen.

 

Demnächst auf Ihrem Kalender.

Kurzzusammenfassung

Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht! Unser kleiner Sonnenschein ist schon fast drei Monate alt… und ich komme erst jetzt dazu, die werte Weltöffentlichkeit darüber zu informieren, dass wir ein ganz wunderbares kleines Mädchen namens Emilia bei uns haben.

Vielen Dank für alle Kommentare, Grüße, Nachfragen nach unserem Befinden – es ist alles in bester Ordnung, und bald werde ich auch mal erzählen, wie das so ist, hier ein Kind zu bekommen. Die russische Realität kann einem die Freude ziemlich verderben, aber die meisten Hürden haben wir inzwischen geschafft: Unser Mädchen kam am 28. März, fast zwei Wochen nach dem berechneten Termin (den ich aber von Anfang an für zu früh gehalten habe) um 0:25 Moskauer Zeit auf die Welt – in Deutschland war zu diesem Zeitpunkt der 27. März noch nicht zu Ende. Wir hatten eine ganz tolle Ärztin (Marina Ramiljevna – vielen Dank für alles!), und die Geburtsklinik kann ich auch nur empfehlen. Zwar herrschen auch dort z.T. „russische Verhältnisse“ (Stichwort „Essen auf Rädern“, dazu später mal mehr), aber ich bin ja nun mal auch in Russland und insgesamt mehr als froh darüber, wie gut und problemlos alles verlaufen ist. Die Probleme beginnen aber spätestens nach der Geburt, wenn man sein frisch geschlüpftes Glück offiziell machen möchte – Geburtsurkunde, Anmeldung, Staatsbürgerschaft… alles das ist ein elender, ätzender bürokratischer Hürdenlauf, der bei uns vier Wochen gedauert hat. Zum Vergleich: Den deutschen Kinderreisepass hatten wir in der Botschaft innerhalb einer halben Stunde. Die Pflichtuntersuchungen in der Kinderpoliklinik sind auch ein wahres Vergnügen… aber das hier ist ja nur eine Kurzzusammenfassung, und deswegen:

Alles ist prima, wir sind glückliche Eltern, unser Mädchen wächst und gedeiht und hat ein bezauberndes Lächeln:

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